Willkommen

Das Institut für Erziehungswissenschaft und das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen laden Sie herzlich zur gemeinsamen Tagung der Arbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) und der Kommission Bildungsorganisation, Bildungsplanung, Bildungsrecht (KBBB) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) zum Thema „Educational Research and Governance“ ein. Wir freuen uns, Sie vom

25. bis 27. September 2017

sowie während der Pre-Conference für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Tübingen zu empfangen.

Bildungsforschung ist in vielfältiger Hinsicht mit Fragen der Governance verknüpft. Erstens untersucht Bildungsforschung die Effekte, Konsequenzen und Wirksamkeit von Governance auf verschiedenen Ebenen und macht Governance-Strukturen generell zum Gegenstand empirischer Analysen (z.B. Maag Merki & Astleitner, 2015; Schrader et al., 2015). Zweitens erhebt empirische Forschung zu Bildung und Erziehung mitunter den Anspruch, steuerungsrelevantes Wissen für politische Entscheidungsträger zu liefern (z.B. Köller, 2015; Tippelt & Schmidt, 2010), wobei sich gerade an diesem Anspruch eine Diskussion um die Möglichkeiten und Grenzen eben dieses Ziels entspinnt (z.B. Dammer, 2015; Tenorth, 2011). In diesem Zusammenhang kann man auch nach kommunikativen Schnittstellen zwischen dem Wissenschaftssystem und dem politischen System fragen – also danach, wie und in welchem Rahmen steuerungsrelevante wissenschaftliche Erkenntnisse politischen Entscheidungsträgern vermittelt werden. Insbesondere sind hier empirische Arbeiten zur Rezeption einschlägiger Forschungsarbeiten in Politik und Praxis interessant. Drittens ist empirische Forschung zu Bildung und Erziehung aber auch selbst von Governanceprozessen betroffen, beispielsweise durch die Politik der Forschungsförderung oder die öffentliche Grundfinanzierung von Forschungseinrichtungen, aber auch indirekt durch die Steuerung des Hochschulsystems, z.B. über Leistungsindikatoren (Hicks, 2009; Hurtado & Pryor, 2011).

Wir laden Sie ein, empirische Beiträge zum Tagungsthema aber auch zum gesamten Spektrum von Fragestellungen der Bildungsforschung einzureichen. Dabei sind erziehungswissenschaftliche, psychologische, soziologische und (fach-)didaktische Beiträge ebenso willkommen wie Beiträge aus weiteren wissenschaftlichen Disziplinen mit bildungswissenschaftlicher Relevanz. Mit Bezug auf das Tagungsthema laden wir Sie ein, Vorschläge für Symposien zu machen, die sich auf einen oder mehrere der genannten Aspekte des Zusammenspiels von Governance und Bildungsforschung beziehen. Am Vortag der Tagung – also am 24.09.2017 – bieten wir Nachwuchswissenschaftler/innen (Studierende, Promovierende, Post-Docs) die Möglichkeit, Ihre Arbeiten im Rahmen von Kolloquien zur Diskussion zu stellen und forschungsmethodische Kenntnisse zu vertiefen. Für die Teilnahme an dieser Pre-Conference gibt es einen eigenständigen Call for Papers, der voraussichtlich ab Ende März 2017 auf der Tagungswebsite veröffentlicht wird.

Den Call for Papers finden Sie unten auf dieser Seite als Download. Beiträge können eingereicht werden unter: https://www.conftool.net/aepf2017/

Keynotes: Hilda Borko (Stanford) und Kentaro Yamamoto (ETS, Princeton)

Download: Call for Papers